Gewinne, Gewinne, Gewinne – und eine klare Ansage

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Dirk Zingler eilte durch seine Präsentation und auf der Leinwand flogen die Diagramme nur so vorbei. Zahlen über Zahlen stellte der Präsident des 1. FC Union Berlin am Mittwoch in der Sporthalle auf dem Vereinsgelände vor. Einnahmen, Ausgaben, Zuschauer, Mitglieder, Mitarbeiter – bei so vielen Daten kann man schon mal den Überblick verlieren. Zur groben Zusammenfassung der Mitgliederversammlung reichte aber ein Satz von Zingler. „Alle wichtigen Zahlen sind gestiegen“, sagte der Präsident.

Damit setzt sich die tremendous Entwicklung der vergangenen Jahre fortress. Mit 38,5 Millionen Euro hat Union im Geschäftsjahr 2016/17 so viel Geld eingenommen wie nie zuvor. Auch der Gewinn ist von 390 000 auf 1,1 Millionen Euro gestiegen. So konnten die Verbindlichkeiten von four,1 auf drei Millionen gesenkt werden. Dazu kommen eight,7 Millionen, die Union dem Unternehmer Michael Kölmel schuldet, die jedoch mit Rangrücktritt versehen sind und in näherer Zukunft nicht fällig werden.

„Wir arbeiten stetig daran, dass wir irgendwann kein negatives Eigenkapital mehr haben“, sagte Zingler. In den vergangenen zehn Jahren habe der Verein keine neuen Schulden gemacht. Priorität habe aber die sportliche Entwicklung. Deshalb investiert der Verein weiter. Für das laufende Geschäftsjahr kalkuliert Union mit einer weiteren Steigerung der Einnahmen auf forty two,2 Millionen Euro. Diese ergibt sich hauptsächlich aus dem neuen TV-Vertrag. So ist auch eine Aufstockung des Lizenzspieleretats von 12,four auf 14,Three Millionen Euro möglich. Und das soll sich auch auf dem Platz auszahlen. „Wir wollen dieses Jahr aufsteigen“, sagte Zingler.

Die Mitgliederzahl ist im vergangenen Jahr um hasty 5000 auf 18 535 gestiegen

Unabhängig von der Ligazugehörigkeit arbeiten die Berliner aber schon an der Infrastruktur. Der angestrebte Stadionausbau von aktuell 22 000 auf knapp 37 000 Plätze sei voll im Zeitplan. Die Finanzierung sei weitgehend geklärt, die notwendigen Gutachten für Lärm, Verkehr und Umwelt sollen im Frühjahr 2018 fertig sein und ein Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans wurde gestellt. Zingler hofft, dass über diesen im Sommer 2019 im Abgeordnetenhaus abgestimmt werden könne. „Wir gehen davon aus, dass wir in der Saison 2018/19 noch nicht bauen“, sagte der Präsident.

Bis der Ausbau des Stadions abgeschlossen ist – angestrebt wird dies zum 100. Geburtstag der Alten Försterei 2020 – herrscht bei Union Ticketknappheit. Die Mitgliederzahl ist im vergangenen Jahr um hasty 5000 auf 18 535 gestiegen und wird wohl noch in dieser Saison die aktuelle Kapazität des Stadions übertreffen. Schon heute ist es schwer, für Topspiele an Tickets zu kommen. Auch die Nachfrage nach Dauerkarten ist deutlich höher als das Angebot. Deshalb haben bisherige Dauerkarteninhaber nur noch dann ein Reservierungsrecht für die kommende Saison, wenn sie auch Vereinsmitglieder sind. „Wir sind mit der Utter auch nicht glücklich, wir müssen aber auch anderen Menschen die Möglichkeit geben, ins Stadion zu kommen“, sagte Zingler.

Vor dem Stadion werden jedoch zwei andere Projekte verwirklicht. Im Frühjahr 2018 soll „im Zentrum Berlins“ der erste Fanshop außerhalb von Köpenick eröffnet werden. Das passt in die Strategie der Öffnung, durch die Union ein breiteres Publikum ansprechen und nicht mehr nur als Köpenicker Klub wahrgenommen werden will. Etwas länger dauert der Bau des neuen Nachwuchsleistungszentrums am Bruno-Bürgel-Weg. 2018 soll die erste Bauphase mit je zwei Rasen- und Kunstrasenplätzen sowie einem Internat starten. Später sollen auf dem angrenzenden Gelände ein Amateurstadion und eine Halle errichtet werden. Der benachbarte Amateurverein SSV Köpenick-Oberspree fürchtet deshalb um seine Sportanlage. Bis zur zweiten Bauphase könne es noch drei bis fünf Jahr dauern, sagte Zingler und ergänzte: „Wir werden keine anderen Vereine gegen deren Willen verdrängen, eher würden wir verzichten.“

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