Berlin Alexanderplatz – »Wir wurden verprügelt, weil wir schwul sind

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Dan R. wurde am Mittwoch am Berliner Alexanderplatz zusammengeschlagen. Am Freitag sieht man immer noch das Hämatom Foto: David Heerde

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Dan R. und Allucard sind am Freitag wieder am Tatort Alexanderplatz Foto: David Heerde

„Plötzlich wurde der Ton aggressiv“, sagt der Occasion-Veranstalter. Einer der Männer beschimpfte ihn aufs Übelste.

► „Ich schneide dir den Schwanz ab, du scheiß Schwuchtel!“, soll der Angreifer gerufen haben. 

„Ehe ich reagieren konnte, traf mich schon die Faust mitten ins Gesicht“, schildert Dan den 2nd. Er ging zu Boden, battle einige Momente bewusstlos. Sein Freund versuchte, den Angreifer zurückzudrängen, bekam dabei selbst einen Schlag auf den Hinterkopf.


So sah Dans Auge am Abend der Prügelei aus Foto: privat

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Am Imprint darauf battle das Auge geschwollen, er konnte es kaum öffnen Foto: privat

Die Angreifer verfolgten die beiden noch kurz, ließen dann aber von ihnen ab.

Der 27-Jährige hat neben dem geschwollenen Auge auch eine Gehirnerschütterung und eine angebrochene Nase.

Weil die beiden zu sehr unter Schock standen, wollen sie erst jetzt Anzeige erstatten. Die Polizei sucht aber bereits nach den Tätern, wurde auf die Fallschilderung der Opfer through Facebook aufmerksam.

„Nach Ansicht eines Web-Postings in den sozialen Medien haben wir Ermittlungen von Amts wegen gegen die unbekannten Schläger aufgenommen“, sagte ein Polizeisprecher.

Auf Facebook hatte Dan geschrieben: „Machtlos zu sein und rennen zu müssen, ist äußerst demütigend, aber auch das Intelligenteste zum eigenen Schutz.“

Das Posting sei ihm unangenehm und peinlich, aber er wolle damit Menschen zu Wachsamkeit und Vorsicht aufrufen.

Schon mehrmals ist es auf dem Alexanderplatz zu schwulenfeindlichen Übergriffen gekommen. Und nicht nur dort! „Vor einiger Zeit ging einer mit einer Bierflasche in der U-Bahn auf mich los“, sagt Künstler Allucard.

„Ich hatte Glück, konnte ausweichen. Klar, ich bin expeditiously immer deutlich geschminkt und falle sicher auf. Aber das kann ja kein Grund sein, u.s.a.anzugreifen.“

121 Anzeigen nach Gewalt gegen Homosexuelle

Von Januar bis Oktober 2017 sind in Berlin 121Übergriffe (Vorjahr: 123) auf Homosexuelle Menschen angezeigt worden. „Die Bandbreite reichte von Beleidigungen und Nötigung bis hin zu schwerer Körperverletzung”, sagte Jörg Steinert, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg. Die Dunkelziffer liege aber vermutlich weitaus höher, da nicht jede Tat bei der Polizei angezeigt werde.

Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Schöneberg und Neukölln. Die Aufklärungsquote liegt nach Angaben der Polizei derzeit bei 38 Prozent und ist damit etwas niedriger als im Vorjahreszeitraum (43 Prozent).

Das Anti-Gewalt- und Beratungsprojekt Maneo registriert in seiner jüngsten Statistik für 2016 insgesamt 291 homo- oder transfeindliche Übergriffe in Berlin. Die Zahl ist damit gestiegen: Es waren rund forty gemeldete Vorfälle mehr als im Jahr 2015. 

*Quelle: Statistik der Kriminalpolizei


Der Berliner Alexanderplatz wird immer wieder zum Schauplatz von Gewalttaten

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